Kontakt: info@pannoniafreunde.de Wenn nur alles so gut gelaufen wäre wie am Anfang. Denn am 2. und 3. Juni 1956 sorgte eine unbekannte  ungarische Motorradmarke beim Bol d'Or in Montlhery für mächtig Wirbel. György Kurucz und Jänos Reisz  gewannen mit Pannonia die Klasse bis 250 cm3 und belegten in der Gesamtwertung den vierten Platz. Hinter der  Norton 500 von Lefevre/Brillant, der 350er Werks-Jawa von Klimt/Hamrsmid und der 500er Triumph von  Grillard/Gillet.  Die zweite Pannonia mit Cserkuti-Szücs hatte bis Mitternacht unmittelbar dahinter gelegen, nachdem aber  Cserkuti eine halbe Runde ohne Sprit schieben, und anschließend auch noch der Kolben gewechselt werden musste, fielen sie weit  zurück. Schließlich kämpften sie sich aber wieder bis auf den dritten Klassenrang und dem siebten Gesamtrang vor. Damals nahmen  nicht weniger als 90 Mannschaften an dem Langstrecken-Klassiker teil, in der 250er Klasse waren zum Beispiel Adler, BSA, FN,  Horex, NSU Max, Zündapp, Jawa, Moto Guzzi, Puch oder Peugeot vertreten.  Die neugeborene Marke besaß eine solide Tradition. Manfred Weiss, ein Unternehmer deutsch-jüdischer Abstammung, hatte auf der  Donauinsel Csepel während der Jahre der Industrialisierung ein wahres Stahlimperium aufgebaut, das in der Zeit vor und während  des Zweiten Weltkriegs durch seine Militäraufträge eine sagenhafte Infrastruktur bekam: E-Werk, Donauhafen und Schienennetz.  Schon ab 1933 gehörten auch Mo­torräder mit 98 und 125 cm3 Hubraum zu den Artikeln der „Weiss Manfred Stahl­werke". Nach  Verstaatlichung des Unter­nehmens und Umbenennung in Csepeli Räkosi Mätyäs Müvek (Csepeler Räkosi Mätyäs Werke, nach  dem Kommunistenführer Räkosi) wurden die Maschinen unter dem Markennamen Csepel weiter­gebaut. 1949 entstand ein 250er  Doppel­kolben-Motor, der 1952 durch einen vom rennfahrenden Entwicklungsingenieur En-dre Vigh entworfenen 250er Einzylinder-  Zweitakter abgelöst wurde. 1954 wurde die Produktionsanlage der überaus er­folgreichen 125er (bis dahin 37 000 mal gebaut) an  die Waffenfabrik Danuvia übergeben. Diese Motorräder wurden dann unter dem Markennamen D-Csepel und später Danuvia  weitergebaut. Auf der Insel konzentrierte sich das Motorradgeschäft ab da auf den Bau der 250er. Im Hinblick auf den Export wurde  ein leichter als „Csepel" (sprich Tschepel) auszusprechender Namen gesucht, und neben dem lateinischen Danuvia bot sich  Pannonia - so heißt die andere bekannte Ebene Ungarns in lateinischer Sprache - als Markenname geradezu an.  Die Firmengeschichte Ansicht der „Csepel"-Werke Gästebuch besuchen